Dreirädrige Lastenräder mit einer Kiste vorne haben im Vergleich zu Lastenrädern mit lediglich zwei Rädern im Allgemeinen unterlegene Fahreigenschaften. Es ist damit schwieriger bei höheren Geschwindigkeiten geradeaus zu fahren. Auch Kurven erfordern Übung und Konzentration. Allerdings unterscheiden sich die Fahreigenschaften ja nach Lenkungstyp stark. Eine ausgiebige Probefahrt empfiehlt sich mit allen Modellen. Im Folgenden werden die Unterschiede der Lenkungsvarianten dargestellt.

[GRAPHIK]
Video: Drehschemellenkung: https://youtu.be/wXQDSVPgHPk?t=62
Video: Achsschenkellenkung: https://youtu.be/4qM73MNIZ98?t=29
Video: Hinterradlenkung: https://youtu.be/wgXUoUBh2LM?t=12

Die "klassische" Lastendreirad hat eine Drehschemellenkung. Dabei wird die gesamte Kiste inklusive Lenker verdreht. Weil die Vorderräder starr mit der Kiste verbunden sind, ergibt sich eine Drehbewegung. Das restliche Rad samt FahrerIn fährt der Kiste quasi hinterher. Modelle dieser Art gibt es zum Beispiel von Christiania, Babboe, Bakfiets.nl oder Pedalpower.

Bei Cargobikes mit Hinterradlenkung dreht sich lediglich das Hinterrad. Dadurch sind sehr enge Kurvenradien möglich. Das Rangieren fällt leicht. Bei größeren Geschwindigkeiten ist das Kurvenfahren jedoch gewöhnungsbedüftig. Nur wenige Hersteller nutzen diesen Lenkungstyp, darunter BellaBike und Black Iron Horse.

Bei der Achsschenkellenkung drehen sich die Vorderräder von der Kiste weg. Der dafür notwendige Raum führt meist zu einer etwas kleineren Kiste. Geübte FahrerInnen können mit Rädern diesen Typ Kurven auch mit höheren Geschwindigkeiten fahren. Eingesetzt wird die Lenkung beispielsweise von den Herstellern Nihola oder Butchers & Bicycles.